Der Rasen des Golfplatzes ist dessen Lebensader. Der Erfolg oder Misserfolg des Golfplatzes hängt maßgeblich von ihm ab. RasenpflegeDer reibungslose Betrieb des Golfplatzes und seine Wirtschaftlichkeit werden unmittelbar beeinflusst. Ein wissenschaftliches und effizientes Stadionmanagement lockt nicht nur viele Spieler an und generiert hohe Gewinne, sondern stärkt auch den Ruf und die Popularität des Stadions. Das Grün ist das Aushängeschild eines Golfplatzes. Seine Optik und Bespielbarkeit beeinflussen maßgeblich das Empfinden und die Bewertung des Platzes durch jeden Golfer. Daher werden fast alle Grüns, die sich für die Bepflanzung mit Straußgras eignen, nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt. Besonders empfehlenswert ist kriechendes Straußgras. Die Wahl von kriechendem Straußgras bringt jedoch auch Herausforderungen in der Pflege und im Management mit sich. Im Folgenden werden einige Erfahrungen des Autors zur Krankheitsprävention und -bekämpfung auf Golfplätzen der letzten Jahre geschildert.
I. Wichtigste pathogene Bakterien
Krankheiten von Stadionrasen werden hauptsächlich durch Pilze verursacht. Als Mikroorganismen bestehen Pilze aus Hyphen, die sich zu einem Myzel zusammenlagern. Pilze überleben, indem sie über das Myzel Nährstoffe aufnehmen. Sporen sind eine Form von Pilzen. Sie werden durch Wind, Regen und andere Medien auf die Pflanzen übertragen. Unter geeigneten Bedingungen keimen die Sporen und bilden Pilze. Sporen sind der Hauptübertragungsweg für Krankheiten. Der Hauptschaden durch Pilze besteht darin, dass sie den Pflanzen Nährstoffe entziehen, Pflanzenzellen und -gewebe zerstören und so zum Absterben der Pflanzen führen. Man unterscheidet zwischen saprophytischen und parasitären Pilzen. Saprophytische Pilze ernähren sich von totem organischem Material, während parasitäre Pilze lebende Organismen befallen und auf lebenden Pflanzen parasitieren.
Pilze besitzen kein wasserleitendes Gewebe und sind zur Vermehrung auf äußere Feuchtigkeit angewiesen. Daher sind Pilze in trockenen Klimazonen nahezu inaktiv, weshalb Pilzerkrankungen in feuchten Klimazonen schwerwiegender auftreten.
Die wichtigsten Krankheiten des Golfplatzrasens: Braunfleckenkrankheit, Pythium, Totale Fäule, Münzfleckenkrankheit, Sommerfleckenkrankheit, Frühjahrsfleckenkrankheit, Nekrotische Ringfleckenkrankheit, Sichelwelke usw.
II. Hauptfaktoren, die die Krankheit verursachen
Zu den Faktoren, die Krankheiten auf dem Golfplatzrasen verursachen, gehören hauptsächlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Düngung, Beregnung usw., die sich in zwei Aspekte zusammenfassen lassen: Klima- und Umweltfaktoren sowie Pflege- und Managementfaktoren.
1. Klima- und Umweltfaktoren
Das Klima ist der Hauptfaktor für die Entstehung von Krankheiten, wobei Temperatur und Luftfeuchtigkeit die wichtigsten Einflussfaktoren darstellen. Jede Krankheit benötigt für ihr Wachstum und ihre Vermehrung geeignete Temperatur-, Feuchtigkeits- und Lichtverhältnisse. Unter diesen günstigen Bedingungen sind die Krankheitserreger besonders aktiv und können sich schnell vermehren, wodurch der Rasen geschädigt wird. Ein feuchtes Klima begünstigt Pilzkrankheiten am stärksten; die Temperatur ist der zweitwichtigste Faktor.
Neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielt auch Beschattung eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Rasenkrankheiten. Anhaltend wenig Licht begünstigt die Aktivität von Krankheitserregern. Langanhaltende Beschattung und hohe Luftfeuchtigkeit machen Rasenpflanzen zart und saftig, wodurch sie anfälliger für Infektionen werden.
2. InstandhaltungsmanagementFaktoren
Eine unsachgemäße Anwendung von Pflegemaßnahmen führt zu Krankheiten. Zu den Faktoren, die Rasenkrankheiten begünstigen, zählen vor allem: Schneiden, Düngen, Beregnung, Bodenbearbeitung usw. Unsachgemäße Beregnung und Maßnahmen, die zu schlechter Bodendrainage führen, sind dabei die wichtigsten Ursachen für Rasenkrankheiten.
Zu häufiger und zu tiefer Rückschnitt kann leicht Krankheiten verursachen. Bei jedem Schnitt werden die Blattspitzen verletzt, und die verletzten Blattadern bieten Krankheitserregern Eintrittspforten. Eine sparsame Beregnung hält den Rasen gleichmäßig feucht und schafft optimale Wachstumsbedingungen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Vermehrung von Krankheitserregern und führt leicht zu Krankheiten. Die meisten Rasenkrankheiten hängen mit einer Überdüngung mit Stickstoff zusammen. Zu viel Stickstoffdünger lässt den Rasen steil und lang wachsen, die Pflanzen werden zart und saftig, was Krankheitsbefall begünstigt. Eine zu dicke Rasenschicht und mangelnde Belüftung erhöhen ebenfalls das Krankheitsrisiko. Eine schlechte Drainage erhöht nicht nur die Bodenfeuchtigkeit und fördert Krankheitsaktivität, sondern beeinträchtigt auch das Wurzelwachstum und die Widerstandsfähigkeit des Rasens.
Die Intensität der Rasenpflege und der Pflegeaufwand beeinflussen das Krankheitsrisiko. Generell gilt: Je intensiver die Pflege, desto höher das Krankheitsrisiko. Die am stärksten von Krankheiten betroffene Rasenfläche ist das Grün, insbesondere Grüns mit Kriechstraußgras. An zweiter Stelle folgt der Abschlag, da hier der Pflegeaufwand nach dem Grün am höchsten ist. An dritter Stelle steht das Fairway. Die Pflegeintensität auf dem Fairway ist geringer als auf dem Abschlag, aber höher als auf dem Hochgras. Letzteres weist weniger Krankheiten auf, da hier weniger Schnittmaßnahmen, Düngung, Beregnung usw. durchgeführt werden. Auf den ersten Blick scheinen Rasenpflege und Krankheitsbefall im Widerspruch zueinander zu stehen. Unsere Arbeit zeigt jedoch, dass sich dieser Widerspruch durch sachgemäße Pflege und wissenschaftliche Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen auflösen lässt.
III. Wissenschaftliche Präventions- und Kontrollmaßnahmen
Die Vorbeugung und Bekämpfung von Rasenkrankheiten im Stadionbereich umfasst wirksame Methoden zur Vorbeugung oder Anwendung sicherer und umweltfreundlicher Mittel, um die Entwicklung von Krankheiten zu kontrollieren und das Wachstum des Rasens bei ersten Anzeichen von Krankheiten wiederherzustellen. Rasenkrankheiten sind in den meisten Golfanlagen meines Landes ein ernstes und weit verbreitetes Problem, und fast alle landwirtschaftlichen Fungizide werden zur Pflege und Bekämpfung eingesetzt. Obwohl Golfplätze eine ressourcenintensive und ertragreiche Branche darstellen, investieren die meisten Golfanlagen im Vergleich zur Rasenpflege nicht ausreichend. Bei der Rasenpflege warten die meisten Golfanlagen mit der Behandlung, bis schwere Rasenkrankheiten auftreten. Da es jedoch schwierig ist, speziell für Golfrasen entwickelte Produkte auf dem Markt zu finden, hat der Rasenmanager alle Möglichkeiten ausgeschöpft und viel Zeit und Energie investiert, um Produkte mit spezieller Wirkung aus traditionellen Pestiziden auszuwählen. Das Ergebnis war teils halb, teils doppelt so gut. Golfrasen hat sein eigenes, besonderes Ökosystem und ist ökologisch empfindlich. In Verbindung mit den schützenden Eigenschaften der Produkte ist es schwierig, eine signifikante therapeutische Wirkung auf erkrankten Rasen zu erzielen. Daher müssen zur Vorbeugung und Behandlung von Rasenkrankheiten auf Golfplätzen gezielte Spezialprodukte eingesetzt werden. Nur so kann das Produkt bessere Ergebnisse erzielen und sicherstellen, dass es mit den sich ständig verändernden Krankheitserregern fertig wird.
Wichtigste Punkte der Präventions- und Kontrollmaßnahmen:
1. Prävention hat oberste Priorität, die Behandlung ist die ergänzende Priorität.
Das bedeutet, dass bei der täglichen Pflege und Instandhaltung verschiedene Maßnahmen korrekt umgesetzt werden müssen. Dabei sind Zeitpunkt und Durchführung jeder Maßnahme genau zu beachten, um den Rasen gesund zu erhalten und das Risiko von Krankheiten zu minimieren. Zweitens sollten Krankheiten durch die tägliche Anwendung umweltfreundlicher biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel vorgebeugt werden. Gegenmaßnahmen sollten nicht erst bei Krankheitsausbruch ergriffen werden, um giftige und schädliche chemische Pestizide zu vermeiden und zu bekämpfen.
2. Nach dem Rückschnitt sollte vorbeugend gespritzt werden, um bakterielle Infektionen zu verhindern und zu behandeln.
3. Wissenschaftliche Düngung und angemessene Bewässerung.
4. Wissenschaftlicher und korrekter Rückschnitt.
5. Früherkennung, frühzeitige Diagnose und frühzeitige Behandlung.
6. Verwenden Sie professionelle Produkte zur Krankheitsbekämpfung auf Golfplätzen.
Veröffentlichungsdatum: 25. Juni 2024
