Beim Rasenmähen sollte man sich an die Drittel-Regel halten. Relativ hohe Rasenflächen können nicht auf einmal auf die gewünschte Höhe gemäht werden. Entfernen Sie daher bei jedem Mähvorgang ein Drittel der Blätter, damit die verbleibenden Blätter ungehindert Photosynthese betreiben und die Wurzeln mit Nährstoffen versorgen können. Wird hingegen zu viel auf einmal gemäht, reichen die oberirdischen Blätter nicht aus, um die Wurzeln ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Dies behindert das Wurzelwachstum und führt schließlich zum Absterben des Rasens.
Wenn der Rasen zu stark wächst, sollte die Schnitthöhe so hoch wie möglich eingestellt werden. Nach drei bis vier Tagen sollte der Rasen wieder auf die normale Schnitthöhe gemäht werden, um ein zu starkes Abschneiden der älteren Blätter zu vermeiden. Dies kann zu Verbrennungen und Unkrautwachstum führen. Sobald der Rasen eine gewisse Höhe erreicht hat, haben sich die unteren Blätter an den Schatten angepasst, da sie lange Zeit beschattet waren. Werden die oberen Blätter abgeschnitten, sind die unteren Blätter der Sonne ausgesetzt und können durch zu viel Licht Schaden nehmen.
Bestimmung vonMähfrequenzWie oft Rasen gemäht werden muss, hängt von seinem Wachstumstempo ab. Warmwetterrasen wie die Gemeine Rasen-Grasnelke (auch bekannt als Ziergras) müssen am seltensten gemäht werden, gefolgt von Zoysia-Gras, Zoysia tenuifolia und Japanischem Zoysia-Gras. Bermuda-Gras und Teppichgras benötigen häufigeres Mähen. Bei den Kaltwetterrasenarten müssen Feinblattschwingel und Purpurschwingel seltener gemäht werden, während andere Rasenarten häufiger gemäht werden müssen.
Die Anwendung von Düngemitteln, insbesondere Stickstoffdünger, hat einen großen Einfluss auf das Wachstum von Rasenflächen. Generell gilt: Je höher die Stickstoffmenge, desto schneller wächst der Rasen und desto häufiger muss er gemäht werden. Zudem kann eine Überdüngung die Widerstandsfähigkeit des Rasens gegenüber Schädlingen und Krankheiten schwächen. Daher sollte Stickstoffdünger sparsam eingesetzt werden, um den Bedarf des Rasens zu decken und eine Überdüngung zu vermeiden. In Kombination mit den Ergebnissen einer Bodenanalyse sollten Phosphor, Kalium und Eisen eingesetzt werden, um die Mähfrequenz zu reduzieren und gleichzeitig ein gesundes Rasenwachstum zu gewährleisten.
Die Häufigkeit des Rasenmähens hängt von der Wachstumsperiode des Rasens ab. Rasenflächen, die in kälteren Klimazonen wachsen, wachsen im Frühling und Herbst in der Regel schneller und werden häufiger gemäht, im Sommer hingegen langsamer und seltener. Rasenflächen, die in wärmeren Klimazonen wachsen, wachsen im Sommer schneller, im Frühling und Herbst langsamer und werden seltener gemäht. Unabhängig davon, ob es sich um eine Rasenfläche für kältere oder wärmere Klimazonen handelt: In kälteren Klimazonen wächst das Wurzelsystem langsamer, seine Aktivität ist reduziert, und es kann die oberirdischen Blätter nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgen. Daher sollte beim Rasenmähen die richtige Schnitthöhe gewählt werden. Die untere Grenze dient dazu, den Nährstoffverbrauch der oberirdischen Blätter zu minimieren.

Innerhalb eines gewissen Rahmens steht die Bewässerungsmenge in Zusammenhang mit dem Rasenwachstum. Je mehr Wasser, desto häufiger muss der Rasen gemäht werden. Bei Trockenheit hingegen wachsen die Pflanzen langsamer und weniger üppig und müssen seltener geschnitten werden. Mähen Sie den Rasen nicht direkt nach dem Bewässern oder wenn der Boden noch relativ feucht ist, da er dann uneben aussieht und das Schnittgut leicht verklumpt und den Rasen bedeckt. Dies führt zu Trockenheit und kann außerdem zu Erstickungserscheinungen durch unzureichende Beleuchtung und Belüftung führen.
Umgang mit Rasenschnitt: Der nach dem Mähen auf dem Rasen verbleibende Rasenschnitt kann zwar Nährstoffe enthalten, die dem Rasen zugeführt werden und so Trockenheitsbefall lindern und Moosbildung vorbeugen, dennoch sollte der Rasenschnitt zeitnah entfernt werden. Andernfalls bleibt er auf dem Rasen liegen. Eine Ansammlung von Rasenschnitt im oberen Bereich lässt den Rasen nicht nur unansehnlich aussehen, sondern führt auch dazu, dass der Rasen im unteren Bereich durch Licht- und Belüftungsmangel erstickt. Darüber hinaus entstehen beim Verrotten des Rasenschnitts giftige organische Säuren, die das Wurzelwachstum hemmen und den Rasen schwächen. Der verbleibende Rasenschnitt bietet außerdem einen idealen Nährboden für Unkraut und kann dessen Ausbreitung begünstigen.Rasenkrankheitenund Insektenschädlinge.
Normalerweise sollten Rasenschnittreste nach jedem Mähen umgehend entfernt werden. Bei hohen Temperaturen kann der Rasenschnitt jedoch auch liegen bleiben, sofern der Rasen gesund wächst und keine Krankheiten auftreten. Dadurch wird das Risiko von Rasenschäden verringert. Das Bodenwasser verdunstet.
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2024