I. Definition der Grasschicht
DerGrasschichtDie Rasenfilzschicht besteht aus frischem, unzersetztem, verwelktem und halbverrottetem organischem Material, das sich durch die Ansammlung abgestorbener Blätter, Stängel und Wurzeln von Rasengräsern bildet. Sie lässt sich in zwei Schichten unterteilen: Die obere Schicht ist die frische Rasenfilzschicht, eine gelbbraune Schicht unzersetzten oder halbverrotteten Materials; die untere Schicht ist die zersetzte Rasenfilzschicht, die durch den Abbau von frischem Gras entsteht. Die Rasenfilzschicht ist etwa 6 mm dick. Wenn sich abgestorbene Blätter, Stängel und Wurzeln am Boden ansammeln, vermehren sich dort primäre Zersetzungsorganismen. Diese Mikroorganismen nutzen hauptsächlich leicht abbaubare Verbindungen wie Proteine, Aminosäuren und Zucker als Kohlenstoff- und Stickstoffquellen. Nach deren Zersetzung beginnen die Mikroorganismen mit dem Abbau schwerer abbaubarer organischer Verbindungen. Ist die Rasenfilzschicht zu dick, bildet sie eine undurchlässige Schicht. Nach Regen und Bewässerung dringt Wasser nur schwer in den Boden ein und bildet eine wassergesättigte Schicht in der Rasenfilzschicht. Tritt man darauf, tritt Wasser aus dem Boden aus, sodass das Grundwasser nicht mehr durch die Kapillarporen zurückfließen kann. Trocknet die Filzschicht aus, welkt der Rasen, und übermäßiges Gießen führt zu einem Teufelskreis.
Eine zu dicke Filzschicht beeinträchtigt die Elastizität des Rasens, den Rückprall eines auf den Boden fallenden Balls, die Pufferkapazität des Bodens für Temperaturschwankungen und die Wasserdurchlässigkeit. Insbesondere das Auftreten bestimmter Krankheiten, wie beispielsweise der Dollarfleckenkrankheit, steht in direktem Zusammenhang mit einer übermäßigen Filzschichtdicke.
Die Geschwindigkeit der Filzbildung hängt nicht nur von der Rasensorte ab, sondern auch direkt von menschlichen Eingriffen, der Art und Anzahl der Bodenmikroorganismen sowie der Art und Häufigkeit der Düngung. Wird beispielsweise viel Stickstoffdünger verwendet, wächst der Rasen schneller und muss häufiger gemäht werden, wodurch sich leichter eine Filzschicht bildet.
Die Zersetzungsgeschwindigkeit der Rasenfilzschicht hängt davon ab, ob der Grasschnitt gesammelt wird, wie viele nützliche Mikroorganismen im Boden vorhanden sind, wie hoch der Sauerstoff- und Wassergehalt im Boden ist. Je schneller die Zersetzung der Rasenfilzschicht erfolgt, desto langsamer baut sie sich ab. Darüber hinaus ist das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis in Materialien wie abgestorbenen Ästen, Blättern und Wurzeln von großer Bedeutung. Ein höheres Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis fördert das Wachstum von Mikroorganismen im Boden, wodurch frisches, abgestorbenes Gras schneller zu reifen, schwarzen Substanzen abgebaut wird. Dies beschleunigt auch den Abbau der Rasenfilzschicht.
II. Der Einfluss der Strohschicht auf Düngemittel und Pestizide
Eine dicke Filzschicht beeinträchtigt die Wirkung von Düngemitteln, insbesondere von Langzeitdüngern. Diese werden nämlich langsam durch Mikroorganismen freigesetzt, deren Lebensbedingungen in der Filzschicht jedoch ungünstig und ihre Anzahl begrenzt ist, wodurch die Wirkung von Langzeitdüngern nicht optimal zur Geltung kommt. In einer dicken Filzschicht befinden sich zudem Sporen pathogener Bakterien. Da die Filzschicht Pestizide stark absorbiert, dringen Fungizide nur schwer in tiefere Bodenschichten ein, und die Bekämpfung von Krankheitserregern im Boden wird erschwert.

III. Managementmaßnahmen
1. Wählen Sie zunächst Rasengrassorten, die nicht leicht eine Filzschicht bilden, oder säen Sie neue Sorten nach oder mischen Sie diese dazwischen, um die ursprünglichen Sorten zu schützen.
2. Die Schnitthöhe sollte angemessen sein, das Gras darf nicht zu kurz gemäht werden. Außerdem muss der Grasschnitt zeitnah vom Feld entfernt werden.
3. Eine übermäßige Anwendung von Stickstoffdünger führt zu übermäßigem und zu dichtem Graswachstum, was die Bildung der Filzschicht beschleunigt.
4. Einige Pestizide beeinträchtigen die Aktivität von Mikroorganismen im Boden. Diese Aktivität kann den Abbau der Filzschicht beschleunigen. Daher sollten Pestizide mit langer Wirkungsdauer vermieden werden.
Der Abbau der Filzschicht erfolgt durch Mikroorganismen. Wird das Fungizid nicht geeignet gewählt, kann die lange Wirkungsdauer die Anzahl der Mikroorganismen im Boden beeinträchtigen und dadurch die Abbaurate der Filzschicht verringern.
IV. Die Zersetzung der abgestorbenen Grasschicht künstlich beschleunigen.
Besonders wichtig ist es, künstlich ein Umfeld zu schaffen, das die Zersetzung der abgestorbenen Grasschicht begünstigt. Dies kann durch Maßnahmen wie Bohren, Wurzelschneiden, Sanden und die Ausbringung von organischem Dünger erreicht werden.
1. Mechanische Methode: Verwenden Sie ein/eineRasentrimmerZum Trimmen des Grases wird ein Wurzelschneider verwendet, und ein Locher sorgt für Belüftung, wodurch abgestorbene Grasschnittreste und Wurzeln verkleinert werden. Gleichzeitig werden die feinen Grasschnittreste gründlich mit der Erde vermischt, um den Sauerstoffgehalt im Boden zu erhöhen, was die Vermehrung von Mikroorganismen fördert.
2. Mikrobielle Methode: Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen haben einen Mikroorganismus identifiziert, der abgestorbene Grasnarben effektiv zersetzen kann. Durch das Aufsprühen von Sporen auf den Boden vermehren sich diese und beschleunigen so die Zersetzung der Grasnarbe.
3. Sandabdeckung: Sie können die abgestorbene Grasschicht auch mit Sand abdecken, um die Vermehrung von Mikroorganismen zu fördern. Besonders in nördlichen Regionen sammeln sich im Herbst zahlreiche gelbe und abgestorbene Blätter, Stängel und Wurzeln unter den Rasenhalmen an. Durch das Vergraben von Sand werden diese abgestorbenen Stängel und verrottenden Blätter bedeckt und die Zersetzung des Rasenschnitts beschleunigt. Verwenden Sie zum Vergraben von Sand relativ feinen Sand und tragen Sie diesen in kleinen Mengen mehrmals auf, um die Ansammlung von abgestorbenem Gras zu reduzieren, insbesondere bei Rasengräsern der kälteren Jahreszeit während der Wachstumsphase.
4. Ausbringung organischer Düngemittel: Die Ausbringung organischer Düngemittel kann die Anzahl der Mikroorganismen im Boden erhöhen und Verbindungen zuführen, die deren Vermehrung fördern (wie Vitamine, Zucker und Proteine). Bei der Aussaat im Frühjahr sollte das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis von abgestorbenen Halmen und verrottetem Laub im Labor analysiert werden. Entspricht es nicht den Anforderungen, sollte Stickstoffdünger bedarfsgerecht ausgebracht werden, um den Mikroorganismengehalt zu erhöhen und die Zersetzung der abgestorbenen Grasschicht zu beschleunigen.
Veröffentlichungsdatum: 20. September 2024