Das Wartungs- und Managementniveau vonRasenflächen auf FußballfeldernDie Qualität des Fußballfelds, seine Lebensdauer und die Leistung der Spieler auf dem Platz sind von entscheidender Bedeutung. Rasenpflege und -management sind wichtig, doch am wichtigsten ist die Auswahl geeigneter Grassorten, die den lokalen Gegebenheiten entsprechen, bereits zu Beginn der Rasenanlage. Gleichzeitig muss bei der Anlage des Rasenbeets auf eine gute Drainage geachtet werden. Soll auf einem professionellen Fußballfeld ein Spiel stattfinden, muss der Rasen bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, sonst kann das Spiel nicht ordnungsgemäß ablaufen. Die Entwicklung eines guten Rasens hängt von einer Kombination verschiedener Faktoren ab.
Bei der Auswahl der Rasengrasarten sollten regionale Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Zu den Faktoren, die die Qualität von Fußballrasen beeinflussen, gehört die Auswahl der Rasenarten und -sorten. Objektiv betrachtet gibt es für Fußballrasen heutzutage keine speziell dafür vorgesehenen Rasensorten wie beispielsweise für Golfgrüns. Vielmehr werden je nach den unterschiedlichen ökologischen Gegebenheiten an verschiedenen Standorten verschiedene Grassorten ausgewählt, die relativ trittfest, stressresistent, schnell regenerierend und elastisch sind.
Wie wählt man also unter begrenzten Bedingungen die geeignete Grassorte aus? Gemäß den allgemeinen Standardvorgaben des Weltfußballverbandes (FIFA) sollte auf Fußballfeldern Rasen aus Grasnarbe angepflanzt werden.
In gemäßigten Gebieten können Rohrschwingel, Wiesenrispe und Zoysia die dominierenden Arten sein. In regenreichen Gebieten tropischer und heißer Zonen werden heutzutage meist wärmeliebende Rasensorten wie Zoysia und Bermudagras gewählt; in Übergangszonen kommen in der Regel hitzebeständigere Sorten von Bermudagras, Zoysia und Rohrschwingel zum Einsatz, die zudem kälteresistenter sind. In gemäßigten Zonen werden meist Mischrasen aus Rohrschwingel, Wiesenrispe und Deutschem Weidelgras in unterschiedlichen Anteilen angelegt.
In der Rasenpflege-Community herrscht die Ansicht vor, dass „der Untergrund des Fußballfelds der wichtigste Faktor für die Qualität des Rasens ist und einen weit größeren Einfluss hat als der Düngegrad oder die Wahl der Grassorte.“ Daraus lässt sich schließen, dass die Voraussetzung für die Pflege die Konstruktion und Perfektionierung des Untergrunds sein sollte.Rasenfläche des Fußballfeldesselbst.

Beim Bau von Flachbetten sollte auf Entwässerung und Gefälleplanung geachtet werden.
Das Wichtigste beim Bau eines Flachbetts ist dessen Drainagefunktion. Da die Gestaltung der Drainageschicht den größten Einfluss auf die Spieleigenschaften des Fußballfelds hat, wirkt sie sich direkt auf den Feuchtigkeitsgehalt der Bodenoberfläche, die Bodendurchlässigkeit und die Stabilität der Wurzelzone aus. Dies wiederum beeinflusst die Oberflächenhärte des Fußballfelds, die Ballabsprungrate und andere Eigenschaften sowie die Lebensdauer des Spielfelds. Wie lässt sich also bereits zu Beginn des Bauprozesses eine hohe Drainageleistung gewährleisten?
Nehmen wir beispielsweise die PAT-Struktur (Prescription Athletic Turf), eine weltweit verbreitete Rasenkonstruktion für Fußballfelder. Sie nutzt Sonden im Beet sowie externe Wasserzufuhr- und Entwässerungspumpen, um die Bodenfeuchtigkeit flexibel auf das für den Rasen erforderliche Niveau zu regulieren. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist die erzwungene Entwässerung. Dank ihrer automatischen Entwässerungseinrichtung kann das Spiel auch bei starkem Regen stattfinden.
Eine künstliche Drainage im Spielfeld gewährleistet einen reibungslosen Spielablauf auf dem Freiluftfußballplatz. Zusätzlich ist eine künstliche Zusatzheizung im Spielfeld installiert, die die Auslastung des Platzes erhöht. Denn die Heizung sorgt dafür, dass der Rasen auch in kalten und trockenen Gebieten ganzjährig grün bleibt und ermöglicht so die ganzjährige Nutzung.
Andererseits muss beim Bau des Rasens auch auf die Neigung geachtet werden. Damit das Fußballfeld eine gute Oberflächenentwässerung aufweist, muss es beim Bau ein bestimmtes Gefälle aufweisen. Experten gingen früher davon aus, dass neben mangelhafter Entwässerung auch eine ungeeignete Neigungsplanung oder unsachgemäße Bauweise zu Wasseransammlungen auf Fußballfeldern führt. Das Fußballfeld sollte vom Anstoßpunkt im Mittelkreis zu allen vier Seiten hin geneigt sein, wobei die Neigung 0,5 % nicht überschreiten sollte. Eine zu steile Neigung beeinträchtigt Training und Wettkampf; ist sie zu gering, kann das angesammelte Wasser nicht oder nur langsam abfließen, was das Pflanzenwachstum beeinträchtigt.Rasenund die Qualität des Spiels.
Veröffentlichungsdatum: 18. März 2024