1. Bewässerung
Die Bewässerung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Rasenpflege. Sie beugt nicht nur Trockenheit vor und fördert die Nährstoffaufnahme, sondern verbessert auch die Tritt- und Abriebfestigkeit der Rasenpflanzen, beschleunigt die Regeneration, sorgt für ein frühes Ergrünen, verzögert das Vergilben und verlängert die Grünfärbung und das Aussehen des Rasens. Zudem hilft sie kälteliebenden Gräsern, den Sommer gut zu überstehen. Zeitpunkt und Häufigkeit der Bewässerung sollten je nach Standort und Jahreszeit flexibel angepasst werden. In Nordchina beginnen die Wurzeln kälteliebender Gräser bei einer Bodentemperatur von 4–8 °C zu wachsen, gefolgt vom Blattwachstum. Bei 15 °C ist das Wachstum am schnellsten, und bei etwa 27 °C geht der Rasen in die Ruhephase über. Vom Beginn des Ergrünens bis zur Sommerruhe benötigt der Rasen viel Wasser. Daher sollte er in dieser Zeit ein- bis zweimal wöchentlich bewässert werden, um den Boden feucht zu halten. Normal wachsende Rasenflächen sollten einmal im Frühjahr vor der Keimung und einmal im Herbst, wenn das Wachstum fast abgeschlossen ist, mit durchlässigem Wasser bewässert werden. Man spricht dann von Quellwasser bzw. Frostwasser. Dies fördert das ganzjährige Wachstum und das sichere Überwintern von Lederrasen.
2. Düngen
Obwohl Rasenpflanzen gegen Trockenheit resistent sind, ist Düngung notwendig, um ein sattes Grün und üppiges Wachstum der Rasenblätter zu gewährleisten, ein gleichmäßiges Wachstum zu fördern und die Widerstandsfähigkeit des Rasens gegen Unkraut und Trittbelastung zu erhöhen. Neben der Zugabe von organischem Dünger beim Anlegen eines Rasens,OberflächenbehandlungDie Düngung sollte ein- bis zweimal jährlich während der Vegetationsperiode erfolgen. Dabei werden meist chemische Düngemittel, vorwiegend Stickstoffdünger, verwendet. Beispielsweise werden etwa 2 kg Harnstoff pro 667 Quadratmeter ausgebracht. Dieser kann direkt auf dem Rasen verteilt und anschließend bewässert oder vor leichtem Regen ausgebracht werden.
3. Beschneiden
Das Mähen, auch als Schneiden oder Walzen bekannt, ist wichtig für das gesunde Wachstum und ein gepflegtes Erscheinungsbild des Rasens. Durch das gezielte Mähen auf eine bestimmte Höhe wird die Regenerationsfähigkeit der Rasenpflanzen genutzt, um das Wachstum der nachwachsenden Teile zu fördern. Dies wiederum regt die Bestockung an, erhöht die Blattdichte und sorgt für einen niedrigen, ordentlichen und ebenen Rasen. Mähhäufigkeit und -höhe hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem Pflegeaufwand, der Rasenart, der Grassorte, der Temperatur und der Region. Ein gut gepflegter Rasen mit ausreichender Bewässerung und Düngung muss häufiger gemäht werden, und umgekehrt. Grobblättrige Sorten benötigen einen häufigeren Schnitt als feinblättrige. Im Norden, wo die Temperaturen niedriger sind, wächst der Rasen langsamer und wird seltener gemäht als im Süden. Die Schnitthöhe sollte so niedrig wie möglich gehalten werden, im Allgemeinen 4–6 cm für Zierrasen und maximal 8 cm für normale Rasenflächen. Nachdem die gewünschte Schnitthöhe festgelegt wurde, sollte der Rasen rechtzeitig zurückgeschnitten werden, sobald er ein Drittel dieser Höhe überschritten hat. Falls nach dem Schneiden nur wenig Schnittgut übrig bleibt, kann dieses auf dem Rasen verbleiben und dort verrotten, um den Humusgehalt des Bodens zu erhöhen. Werden jedoch zu viele Stängel und Blätter abgeschnitten und liegen gelassen, beeinträchtigen sie das Erscheinungsbild des Rasens und können Rasenkrankheiten verursachen. Daher sollten sie entfernt werden.
4. Unkraut entfernen
Unkraut ist der größte Feind des Rasenwachstums. Sobald es sich ausbreitet, beeinträchtigt es die Rasenqualität und lässt den Rasen sein gleichmäßiges und gepflegtes Aussehen verlieren, was die Optik beeinträchtigt. In schweren Fällen hemmt es das normale Wachstum des Rasens, sodass er stellenweise abstirbt und verwildert. Es gibt zwei Methoden zur Unkrautbekämpfung: Zum einen die manuelle Entfernung. Graben Sie das Unkraut mit einem Messer aus und entfernen Sie alle Wurzeln. Zum anderen die Verwendung chemischer Herbizide. Dabei muss das Herbizid entsprechend der Rasensorte ausgewählt und die Anwendungsmenge und Dosierung genau kontrolliert werden.
5. Erde hinzufügen
Durch menschliche Eingriffe ist der Rasen hohl und die Graswurzeln liegen frei. Daher muss er jährlich aufgefüllt werden, um die Regeneration der Grassamen zu fördern. Geben Sie jeden Winter oder zeitigen Frühjahr Erde hinzu, und zwar jeweils in einer Schichtdicke von etwa 0,5–1,0 cm. Die Erdschicht sollte nicht zu dick sein, da dies das Wachstum der Triebe beeinträchtigt. Das Auffüllen mit Erde kann auch mit der Ausbringung von organischem Dünger kombiniert werden. Ersteres dient der Bodenverbesserung und -fruchtbarkeit; letzteres beugt Wasser- und Bodenerosion vor und sorgt für einen gleichmäßigen und schönen Rasen.
6. Rollen
Durch das teilweise Aushöhlen des Rasens friert dieser im Winter ein, wodurch die Graswurzeln oft vom Boden getrennt werden und freiliegen. Dort können sie bei Sonneneinstrahlung leicht absterben. Daher wird der Rasen üblicherweise im zeitigen Frühjahr gewalzt, wenn die Bodenfeuchtigkeit noch mäßig ist, bevor der Boden so weit aufgetaut ist, dass die Pflanzen keimen können. RasenRollendDurch das Andrücken der Graswurzeln werden diese nicht nur mit dem Untergrund verbunden, sondern auch die Rasenfläche wird ebener. Oft wird das Andrücken mit dem Auffüllen der Erde kombiniert. Das teilweise Aushöhlen des Bodens verbessert dessen Durchlässigkeit und hilft dem Rasen, Wasser und Dünger besser aufzunehmen.
7. Vorbeugung schwerer Krankheiten und Schäden
⑴Krankheit
① Das Hauptsymptom von Rostpilzen ist die Bildung rötlich-brauner, pudriger Flecken oder Streifen an Stängeln und Blättern, die sich später dunkelbraun verfärben. Rostsporen beginnen sich in der Regel ab April auszubreiten, erscheinen zuerst an den Blättern und befallen dann im Sommer die gesamte Pflanze. In schweren Fällen kann der Rasen großflächig absterben. Vorbeugend und zur Bekämpfung sollte erstens im Sommer auf Stickstoffdüngung verzichtet werden, zweitens können chemische Mittel eingesetzt werden.
⑵Schädlinge
① Dieses Insekt verursacht erhebliche Schäden an Rasenflächen. Es frisst Graswurzeln und -stängel, unterbricht die Wasserversorgung der Pflanzen und führt zum Vergilben und Absterben von Stängeln und Blättern. Vorbeugende und bekämpfende Maßnahmen umfassen die Abtötung mit Schwarzlicht, das Anlocken mit süß-saurer Flüssigkeit und das Besprühen mit einer 40%igen Lesbon-1000-fachen Lösung. ② Die Spitzkopfheuschrecke frisst Blätter und junge Stängel. Bei starkem Befall werden alle Stängel und Blätter abgefressen. Der Schaden ist von Juni bis August am größten. Zur Bekämpfung werden 0,5 kg Trichlorfon oder Dichlorvos pro Acre mit 500 kg Wasser versprüht. Alternativ kann die Bekämpfung auch morgens von mehreren Personen durchgeführt werden. ③ Kleine Erdraupen ernähren sich ausschließlich von jungen Stängeln und Blättern und verhindern so das normale Wachstum des Rasens. In schweren Fällen können die Pflanzen flächendeckend absterben. Zur Kontrolle wird 50%iges Dianon EC, 50 bis 100 ml pro Mu, oder 25%iges Carbaryl-Netzmittelpulver, 200 bis 250 ml pro Mu, verwendet.
Veröffentlichungsdatum: 13. August 2024
