Rasenpflege – Rasenanbau- und Pflegetechnologie

Rasenflächen sind ein wichtiger Bestandteil von Begrünungsmaßnahmen, und ihre Bedeckung ist ein wichtiger Indikator für den Grad der Begrünung. Rasenpflanzen sind hauptsächlich niedrige Pflanzen, die den Boden bedecken. Sie können zur Gestaltung großer, ebener oder leicht hügeliger Rasenflächen verwendet werden. Sie sind ein wichtiges Merkmal, das die Beschaffenheit und den Grad der Begrünung einer Umgebung prägt. Rasen dient nicht nur als Ort der Erholung und des Verweilens in Parks, Gärten, auf Plätzen, Straßen, in Zoos, botanischen Gärten, Freizeitparks, Schulen, Krankenhäusern usw., sondern kann auch auf Sportplätzen, Flughäfen, Dämmen, Flüssen, Eisenbahnstrecken, Autobahnen und zur Hangsicherung eingesetzt werden. Es handelt sich um Oberflächenvegetation auf gutem Boden.

 

1 Rasenstandardauswahl

Die Wahl der Rasenbegrünung hängt von den Standortbedingungen, den funktionalen Eigenschaften des Rasens und den biologischen Eigenschaften der Gräser ab. Ob der Rasen seine funktionalen Vorteile voll entfalten kann, ist direkt von der gewählten Grassorte abhängig. Daher sollten bei der Auswahl der Grassorte folgende Aspekte berücksichtigt werden: ① Grasarten, die an die lokalen Umweltbedingungen angepasst sind, sich leicht vermehren, schnell wachsen und das ganze Jahr über ein sattes Grün behalten. ② Mehrjährige Grasarten, die schnitt- und trittfest sind und Unkraut gut verdrängen. ③ Hohe Anpassungsfähigkeit an widrige Umweltbedingungen, resistent gegen Trockenheit, Staunässe, Schadgase, Schädlinge und Krankheiten, Unfruchtbarkeit usw. ④ Je nach Pflege- und Bewirtschaftungsbedingungen sollten Grasarten mit niedrigem Wuchs, dünnen Blättern, gleichmäßigem Wachstum und schöner Blattfarbe gewählt werden.

 

2. Vorbereitung des Bodens vor dem Pflanzen

VorRasen verlegenDer Boden auf dem Gelände sollte verbessert und ein Entwässerungs- und Bewässerungssystem vorbereitet werden. Zu Beginn der Rasenanlage sollten Unkräuter entfernt und alle Rohre, Kies und sonstige Verunreinigungen beseitigt werden. Der Rasen sollte durch Auffüllen von Unebenheiten geebnet werden. Rasenpflanzen sind niedrig wachsende Gräser ohne dicke Pfahlwurzeln und mit flachem Wurzelsystem. Die Bodenschicht sollte idealerweise etwa 40 cm dick sein, besser jedoch mindestens 30 cm. Ist der Boden in der Umgebung nährstoffarm oder stark durchmischt, sollte er ausgetauscht werden, um ein gleichmäßiges Rasenwachstum zu gewährleisten. Bei der Vorbereitung des Bodens können Sie einen Basisdünger wie Mist, Kompost, Torf oder andere organische Düngemittel ausbringen, den Boden einmal pflügen und anschließend ebnen, um Staunässe zu vermeiden. Eine ideale, ebene Rasenfläche sollte in der Mitte leicht erhöht sein und zu den Seiten oder Rändern hin allmählich abfallen. Der Rasen um das Gebäude herum sollte 5 cm tiefer als das Fundament liegen und dann nach außen abfallen. Rasenflächen mit zu trockenem Boden, zu hohem Grundwasserspiegel oder Staunässe sowie Rasenflächen auf Sportplätzen sollten mit verdeckten Rohren oder offenen Gräben zur Entwässerung ausgestattet werden. Eine umfassendere Entwässerung bietet ein System aus verdeckten Rohren, die an die freie Wasseroberfläche oder ein Entwässerungsnetz angeschlossen sind. Vor der endgültigen Einebnung des Geländes sollte auch das Sprinklerrohrnetz vergraben werden.

TI-158 Rasenverleger

3. Wie man Rasen anlegt

3.1 Aussaatmethode

Es eignet sich für Gräsersamen, die große Mengen an Samen produzieren und leicht zu ernten sind. Die Vermehrung erfolgt durch Samen. Die Aussaat erfolgt üblicherweise im Herbst oder Frühjahr, ist aber auch im Sommer möglich. Die meisten Gräsersamen keimen jedoch bei heißem Wetter schlecht. Warmwettergräser werden im Prinzip im Frühjahr ausgesät, können aber auch im späten Frühjahr oder frühen Sommer ausgesät werden; Kaltwettergräser hingegen im Herbst. Um die Keimrate zu erhöhen, sollten schwer keimende Samen vor der Aussaat behandelt werden.

3.2 Stängel-Aussaatverfahren

Die Stecklingsvermehrungsmethode eignet sich für Gräser, die zur Ausläuferbildung neigen, wie z. B. Hundszahngras, Teppichgras, Zoysia tenuifolia, Kriechstraußgras usw. Dabei wird der Rasen ausgegraben, die anhaftende Erde von den Wurzeln abgeschüttelt oder abgespült. Anschließend werden die Wurzeln ausgebreitet oder in 5 bis 10 cm lange Stücke mit jeweils mindestens einem Knoten geschnitten. Die Stecklingsstücke werden gleichmäßig auf der Erde verteilt, mit etwa 1 cm feiner Erde bedeckt, leicht angedrückt und sofort bewässert. Von nun an wird morgens und abends einmal täglich bewässert. Sobald die Wurzeln angewachsen sind, wird die Bewässerungshäufigkeit allmählich reduziert. Die Stecklinge können im Frühjahr, wenn die Grassamen zu keimen beginnen, ausgesät werden. Üblicherweise erfolgt die Aussaat jedoch im August oder September, da die Frühjahrssaat drei Monate und die Herbstsaat zwei Monate zum Anwachsen benötigt.

3.3 Geteilte Pflanzmethode

Nach dem Ausheben der Rasenfläche die Sträucher vorsichtig auflockern und in Löchern oder Streifen mit einem bestimmten Abstand pflanzen. Wenn Zoysia tenuifolia einzeln gepflanzt wird, kann sie in Streifen mit einem Abstand von 30 bis 40 cm gesetzt werden. Pro Quadratmeter Rasenfläche können 30 bis 50 Quadratmeter bepflanzt werden. Nach dem Pflanzen andrücken und gründlich wässern. In Zukunft darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet und die Pflege intensiviert wird. Nach zwei Jahren kann der Rasen mit Erde bedeckt werden. Um eine schnellere Vermehrung und Rasenbildung zu erreichen, kann der Abstand zwischen den Streifen verringert werden.

3.4 Ausbreitungsmethode

Der Hauptvorteil dieser Methode liegt in der schnellen Rasenbildung, der jederzeitigen Anwendbarkeit und der einfachen Pflege nach der Pflanzung. Allerdings ist sie kostspielig und erfordert reichlich Gras. Sie lässt sich in folgende Formen unterteilen.

(1) Flächendeckende Verlegung. Bei dieser Methode wird die gesamte Fläche lückenlos bedeckt. Schneiden Sie den Rasen in lange Streifen von 25 bis 30 cm Breite und 4 bis 5 cm Dicke. Er sollte nicht zu dick sein, um ein zu hohes Gewicht zu vermeiden. Legen Sie zum Schneiden des Rasens ein Holzbrett mit der gewünschten Breite auf den Rasen und schneiden Sie den Rasen entlang der Kante des Bretts mit einem Spaten aus. Lassen Sie beim Verlegen der Rasenstücke an den Stoßstellen 1 bis 2 cm Abstand. Die Rasenoberfläche kann mit einem Rohr angedrückt und geglättet werden, um eine ebene Fläche zum umliegenden Boden zu schaffen. Dadurch liegt der Rasen eng am Boden an, ist vor Trockenheit geschützt und wächst gut an. Vor und nach dem Verlegen sollte der Rasen ausreichend gewässert werden.

(2) Mittlere Verlegemethode. Es gibt im Allgemeinen zwei Verlegemethoden. Bei der ersten werden rechteckige Rasenstücke verlegt und gedreht, mit einem Abstand von 3 bis 6 cm zwischen den einzelnen Stücken. Die verlegte Fläche beträgt dabei ein Drittel der Gesamtfläche. Bei der zweiten Methode werden die Rasenstücke abwechselnd angeordnet, ähnlich einer Pflaumenblüte. Die verlegte Fläche beträgt hier die Hälfte der Gesamtfläche. Beim Verlegen des Rasens sollte der Boden entsprechend der Rasendicke ausgehoben werden, um eine ebene Fläche zwischen Rasen und Erde zu schaffen. Nach dem Verlegen kann der Rasen angedrückt und anschließend bewässert werden. Bei einer Verlegung im Frühjahr beispielsweise wachsen die Ausläufer nach der Regenzeit in alle Richtungen und die Rasenstücke verbinden sich dicht miteinander.

(3) Methode der Artikelverbreitung.Rasen schneidenMan teilt die Rasenstücke in 6 bis 12 cm breite Streifen und pflanzt sie im Reihenabstand von 20 bis 30 cm. Der so verlegte Rasen ist nach einem halben Jahr vollständig verwachsen. Die Pflege nach dem Pflanzen entspricht der Verlegung zwischen den Rasenstücken.


Veröffentlichungsdatum: 14. August 2024

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