Der Rasen ist ein wesentlicher Bestandteil des Platzes und seine Qualität beeinflusst dessen Gesamtbild maßgeblich. Das regelmäßige Mähen ist daher der wichtigste Teil der Rasenpflege. Wird der Rasen nicht rechtzeitig gemäht, wächst der obere Teil zu schnell und bildet mitunter Samen, die das Wachstum des darunterliegenden, trittfesten Grases behindern und den Platz unansehnlich machen.
DerRasenschnittDie Rasenpflegezeit erstreckt sich in der Regel von Mai bis September. Die Schnitthöhe richtet sich üblicherweise nach dem Drittelprinzip. Der erste Schnitt erfolgt bei einer Rasenhöhe von 10 bis 12 cm, die Stoppelhöhe beträgt dann 6 bis 8 cm. Die Anzahl der Schnitte hängt vom Wachstum des Rasens ab. Juni und Juli sind die Hauptwachstumsphasen. In dieser Zeit empfiehlt sich ein bis zwei Schnitte alle 7 bis 10 Tage, ansonsten alle 10 bis 15 Tage. Nach regelmäßigem Schnitt ist der Rasen nicht nur mit Rhizomen und dichter Bewuchsstruktur ausgestattet, sondern auch niedriger, hat dünnere Blätter und einen höheren Zierwert.
Beim Rasenmähen muss die Gartenschere parallel verlaufen und die Schnittrichtung jedes Mal geändert werden. Die Rasenkanten werden üblicherweise mit einer Schere nachgeschnitten, um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu gewährleisten.
Die Düngung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Rasenpflege. Je öfter der Rasen gemäht wird, desto mehr Nährstoffe werden dem Boden entzogen. Daher müssen ausreichend Nährstoffe zugeführt werden, um das Wachstum wiederherzustellen. Die Rasendüngung basiert in der Regel auf Stickstoffdünger, wobei gleichzeitig ein Mehrnährstoffdünger ausgebracht wird. Die empfohlene Düngermenge beträgt 8 bis 12 kg pro Mu (Meilen pro Hektar), und die Anzahl der Düngungen hängt von der Rasensorte ab.
Rasenflächen werden in der Regel 7 bis 8 Mal im Jahr gedüngt. Die Hauptdüngungszeit liegt zwischen April und September, wobei die Herbstdüngung im September besonders wichtig ist.
Der Rasen sollte gleichmäßig gedüngt werden. Dazu kann der Dünger in zwei Hälften aus zwei Richtungen verteilt werden. Nach dem Düngen sollte umgehend gewässert werden, damit sich der Dünger vollständig auflöst und die Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln gefördert wird.
Rasenbewässerung: Je nach Sorte ist Rasen unterschiedlich trockenheitsresistent und benötigt während seiner Wachstumsphase ausreichend Wasser. Daher ist regelmäßiges Bewässern eine wichtige Maßnahme für einen gesunden Rasen. Im Allgemeinen sollte in der heißen und trockenen Jahreszeit alle 5 bis 7 Tage morgens und abends bewässert werden, um die Wurzeln bis in eine Tiefe von 10 bis 15 cm zu durchfeuchten. Auch in anderen Jahreszeiten ist Bewässern ratsam, um die Wurzeln vor Staunässe zu schützen. Am besten eignet sich hierfür ein Mehrrichtungs-Sprinkler, der eine gleichmäßige Bewässerung gewährleistet, Wasser spart und Staub von der Rasenoberfläche entfernt.

BohrlöcherDer Rasen sollte ein- bis zweimal jährlich durch Bohren und Auflockern des Bodens belüftet werden. Nach dem Bohren der Löcher wird der Rasen mit Sand gefüllt und anschließend mit einem Rechen und einem harten Besen gleichmäßig verteilt. So dringt der Sand in die Löcher ein, sorgt für kontinuierliche Belüftung und verbessert die Wasserdurchlässigkeit des tieferen Bodens. Die Sandschicht auf der Rasenoberfläche sollte nicht dicker als 0,5 cm sein. Der beste Zeitpunkt zum Bohren und Auflockern des Bodens ist jedes Jahr im zeitigen Frühjahr.
Unkraut sollte nach dem Prinzip „frühzeitig, in kleinen Mengen und vollständig entfernen“ bekämpft werden. Kleine Mengen lassen sich mit einem Messer entfernen, größere, konzentrierte Mengen werden mit einem Spaten ausgegraben. Anschließend wird die Fläche gezielt behandelt, der Boden geebnet und neu bepflanzt. Alternativ können auch chemische Herbizide wie 20%ige Dimethoat-Emulsion, 25%ige Profenofosin-Emulsion oder 2,4-D-Flüssigkeit eingesetzt werden. Diese sollten an einem windstillen, sonnigen Tag bei Temperaturen über 25 °C gesprüht werden, da die Wirkung dann besonders schnell eintritt und die Dosierung halbiert werden kann. Durch richtiges Mischen der Herbizide lässt sich die Wirksamkeit verbessern. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Das Herbizid sollte je nach Unkrautart ausgewählt werden. Zur Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern eignen sich beispielsweise Caokuojing und Kuomie. Breitblättrige Unkräuter werden in der Regel mit Caokuojing in einer 200- bis 300-fachen Konzentration besprüht. Zur Bekämpfung von Gräsern empfiehlt sich die Anwendung von Caohejing in 250- bis 300-facher Konzentration für eine gleichmäßige Spritzung. Diese Lösung bekämpft effektiv Gräser wie Hühnerhirse, Sehnenhirse, Fuchsschwanzgras, Hühnerhirse, Bärlapp, Flughafer und Teff. Bei gleichzeitigem Auftreten von breitblättrigen Unkräutern und Gräsern empfiehlt sich die Anwendung von Hekuojing in 150-facher Konzentration für eine gleichmäßige Spritzung. Dadurch werden mehrere Unkräuter gleichzeitig abgetötet. Zur Bekämpfung von Seggen wird Mesabendazol in 200- bis 300-facher Konzentration eingesetzt. Eine Anwendung kann zum Absterben der Cyperus-Rhizome führen, und die Rückfallquote ist sehr niedrig.
Rasenkrankheiten werden meist durch Pilze verursacht, wie beispielsweise Rost, Mehltau, Sklerotinia und Anthraknose. Diese Pilze siedeln sich häufig auf abgestorbenen Wurzeln, Stängeln und Blättern von Pflanzen im Boden an. Treffen sie auf geeignete klimatische Bedingungen, schädigen sie den Rasen, hemmen sein Wachstum und lassen ihn vergilben oder stellenweise absterben.
Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Rasenkrankheiten werden üblicherweise Fungizide eingesetzt, je nach Befall. Häufig verwendete Fungizide zur Vorbeugung sind beispielsweise Methylthiophanat, Carbendazim und Chlorothalonil. Zu den Schädlingen, die Rasenflächen schädigen, zählen blatt- und wurzelfressende Insekten wie Eulenfalterlarven, Heerwürmer, Schnecken, Engerlinge, Maulwurfsgrillen und Ameisen. Gängige Insektizide hierfür sind Dimethoat, Cypermethrin und Dichlorvos. Zur Vorbeugung und Bekämpfung sollte der Rasen kurz gemäht und anschließend besprüht werden.
Ist der Rasen kahl oder teilweise abgestorben, muss er rechtzeitig erneuert und verjüngt werden. Das heißt, beim Düngen im Frühjahr oder Spätherbst mischen Sie die gekeimten Grassamen mit dem Dünger und verteilen die Mischung gleichmäßig auf dem Rasen. Alternativ können Sie mit einer Rasenwalze alle 20 cm einen Schlitz in den Rasen rasen und Kompost einarbeiten, um das Wachstum neuer Wurzeln zu fördern. Bei Bodenverlust und Wurzelausfällungen, die durch häufiges Schneiden, Wässern und Entfernen der abgestorbenen Grasschicht entstehen, füllen Sie den Rasen während der Austriebsphase oder nach dem Schneiden mit Erde auf und walzen ihn. Im Allgemeinen sollte dies einmal jährlich erfolgen, im Frühjahr nach dem Auftauen des Bodens jedoch häufiger.
Veröffentlichungsdatum: 27. November 2024