Winterliche Rasenpflege auf dem Golfplatz

Der Winter ist auf den meisten geschlossenen Golfplätzen im Norden die einfachste Jahreszeit für die Rasenpflege. In dieser Zeit liegt der Schwerpunkt auf der Erstellung eines Pflegeplans für das kommende Jahr, der Teilnahme an Schulungen und Seminaren sowie der Weiterbildung der Mitarbeiter der Rasenpflegeabteilung. Auch wenn die Winterpflege nicht mehr im Mittelpunkt steht, sind Details wie Bewässerung und Frostschutz weiterhin besonders wichtig. Schon kleine Nachlässigkeiten können dazu führen, dass der Rasen im Frühjahr nicht rechtzeitig grün wird oder sogar großflächig abstirbt. Unter den vielen Problemen sind die Bewässerung im Winter und der Schutz vor Frostschäden die beiden wichtigsten Punkte.

Zunächst einmal der WinterRasenbewässerungEines der Details, das nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Austrocknung. Einer der Hauptgründe für das Absterben von Rasenflächen im Winter ist die Trockenheit. Diese wird vordergründig durch einen plötzlichen Temperatursturz und Kälteschäden verursacht. Studien haben gezeigt, dass ein plötzlicher Temperatursturz, insbesondere ein abruptes Tauwetter, tatsächlich zum Absterben von Rasenflächen führen kann. Die kritischen Temperaturen für Rasenarten der kalten Jahreszeit liegen jedoch unter -15 °C, die für Rasenarten der warmen Jahreszeit unter -5 °C. Die Temperatur ist daher nicht die Hauptursache für ihr Absterben. Tatsächlich ist die Trockenheit der Hauptgrund für das Absterben von Rasenflächen im Winter. Beispielsweise sterben im kalten Winter einige kälteresistente Rasenarten wie das Kriechstraußgras oft nicht aufgrund niedriger Temperaturen, sondern aufgrund von Trockenheit und Austrocknung. Im Winter kann der Rasen des Stadions manuell mit Schläuchen bewässert werden. Die Bewässerung erfolgt in der Regel mittags an einem sonnigen Tag, wenn kein Schnee liegt. Der Rasen wird mehrmals in kleinen Mengen bewässert. In nördlichen Regionen kann der raue Winterwind auch ohne Schnee über den Rasen fegen und ihn stark austrocknen. Daher sollte der Rasen auf der windzugewandten Seite des Stadions häufiger bewässert werden.

Um den Rasen vor dem Austrocknen zu schützen, muss er vorsichtig bewässert werden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da tiefer liegende Rasenflächen sonst gefrieren und ersticken können. Dieses Phänomen beschreibt die Tatsache, dass bei Kälte eine Eisschicht auf der Rasenoberfläche den Gasaustausch zwischen Boden und Atmosphäre behindert. Dadurch ersticken die Rasengräser aufgrund von Sauerstoffmangel und der Ansammlung schädlicher Gase im Boden unter der Eisschicht.

Bei Rasenarten, die kühle Klimazonen bevorzugen, ist Frost nicht die Hauptursache für Schäden. Frostschäden entstehen meist durch das Eintauchen der Rasenrhizome in Wasser vor dem Gefrieren, wodurch sich schädliche Substanzen übermäßig anreichern. Daher können die meisten Rasenarten, die kühle Klimazonen bevorzugen, bei ausreichender Drainage mehr als 60 Tage Frost oder Eisbedeckung überstehen.
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Das Vermeiden von Trittschäden an gefrorenem Rasen ist ein weiterer Aspekt, der im Winter besondere Aufmerksamkeit erfordert.Rasenpflege auf GolfplätzenWenn die Temperatur der Rasenhalme unter der Umgebungstemperatur liegt, kondensiert der Wasserdampf in der Luft an ihrer Oberfläche. Dieses Phänomen nennt man Kondensation. Kondensation ist der umgekehrte Prozess der Verdunstung. Bei hohen Temperaturen bildet sich Tau auf den Rasenhalmen. Sinkt die Temperatur nachts unter den Gefrierpunkt, gefriert der Tau zu Frost. Beim Frost gefriert der Wasserdampf zwischen den Rasenhalmen und -zellen. Wird der Rasen in diesem Zustand, bevor der Frost geschmolzen ist, betreten oder gewalzt, kann dies zu schweren Schäden führen. Aufgrund der großen Rasenflächen von Golfplätzen sollten Fußgänger, Golfcarts und Rasenpflegemaschinen unbedingt vermeiden, den gefrorenen Rasen zu betreten. Andernfalls kann dies zu schweren Schäden führen oder die Farbe des Rasens beim Austreiben violett verfärben. In schweren Fällen kann dies den Austriebsprozess beeinträchtigen und sogar zum großflächigen Absterben des Rasens führen.


Veröffentlichungsdatum: 15. Oktober 2024

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